Seite 372 - Auf den Spuren des gro

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Kapitel 40: Hilfe im täglichen Leben
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Im ruhigen, konsequenten Leben eines wahren Christen liegt eine
Überzeugungskraft, die viel wirksamer ist als die Überzeugungskraft
von Worten. Was ein Mensch tut, wirkt stärker als das, was er sagt.
Die Beauftragten, die zu Jesus gesandt wurden, kamen mit dem
Bericht zurück, daß noch nie ein Mensch so gesprochen habe wie
er. Die Ursache hierfür war, daß noch nie ein Mensch so gelebt hat
wie er. Wäre sein Leben anders gewesen, als es war, hätte er nicht
so machtvoll sprechen können. Seine Worte trugen eine Überzeu-
gungskraft in sich, weil sie aus einem reinen und heiligen Herzen
voller Liebe und Mitgefühl, Wohlwollen und Wahrheit kamen.
Es sind unser eigener Charakter und unsere Erfahrung, die unse-
ren Einfluß auf andere bestimmen. Um andere von der Macht der
Gnade Christi zu überzeugen, müssen wir diese Macht in unserem
Leben selbst erfahren haben. Das Evangelium, das wir anderen zur
Rettung verkünden, muß das gleiche Evangelium sein, durch das
wir selbst gerettet wurden. Nur durch einen lebendigen Glauben an
Christus als unseren persönlichen Erlöser ist es möglich, unseren
Einfluß in einer zweifelnden Welt spürbar zu machen. Wenn wir
Sünder aus dem reißenden Fluß des Verderbens herausziehen wol-
len, müssen unsere eigenen Füße fest auf dem Felsen Jesus Christus
stehen.
Das Kennzeichen des Christentums ist kein äußerliches Zei-
chen, nicht das Tragen eines Kreuzes oder einer Krone, sondern das,
was die Verbundenheit des Menschen mit Gott verdeutlicht. Durch
die Kraft seiner Gnade, die sich in der Wandlung des Charakters
offenbart, soll die Welt davon überzeugt werden, daß Gott seinen
Sohn als ihren Erlöser gesandt hat. Kein anderer Einfluß, der die
menschliche Seele umgeben kann, hat eine solche Kraft wie der
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Einfluß eines selbstlosen Lebens. Das stärkste Argument zugunsten
des Evangeliums ist ein liebevoller und liebenswürdiger Christ.
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