Seite 71 - Auf den Spuren des gro

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Gerettet, um zu dienen
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Er kann erst zufrieden sein, wenn alle, die die Erlösung annehmen
möchten, zurückgewonnen und wieder in ihre heiligen Vorrechte als
seine Söhne und Töchter eingesetzt sind.
Sogar jene, deren Lebensweise ihn in höchstem Maße beleidigt
hat, nimmt er gern wieder an. Wenn sie bereuen, gibt er ihnen von
seinem göttlichen Geist und sendet sie dann ins Lager der Ungläubi-
gen, um dort seine Gnade zu verkünden. Auch heute noch werden
Seelen, die zu Werkzeugen Satans erniedrigt worden sind, durch
die Macht Christi in Botschafter der Gerechtigkeit verwandelt und
ausgesandt zu erzählen, was für große Dinge der Herr für sie getan
und wie er sich ihrer erbarmt hat.
„Dich rühme ich immerdar“
Nachdem die Frau aus Kapernaum durch die Berührung im
Glauben geheilt worden war, wünschte Jesus, daß sie den erhaltenen
Segen auch als einen solchen bekannte. Die Gaben, die das Evange-
lium anbietet, sollen nicht im geheimen angenommen oder genossen
werden. „Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, und ich bin Gott.“
Jesaja 43,12
.
Unser Bekenntnis seiner Treue ist das von Gott erwählte Mittel,
um der Welt Christus zu offenbaren. Wir sollen seine Gnade beken-
nen, wie sie uns von heiligen Menschen vergangener Zeiten bekannt
gemacht worden ist; aber am wirksamsten wird die Bezeugung un-
serer eigenen Erfahrungen sein.
Wir sind Zeugnisse für Gott, indem wir mit unserer Person das
Wirken einer Macht aufzeigen, die göttlich ist. Jeder einzelne hat
seinen Lebensweg, der sich von dem aller anderen unterscheidet,
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und seine eigenen Erfahrungen mit Gott, die von denen der anderen
grundsätzlich verschieden sind. Gott will, daß mein Lobpreis zu ihm
aufsteigt, als einer, der auch unverwechselbar als der meine erkenn-
bar ist. Diese wertvollen Bekenntnisse zum Preis der Herrlichkeit
seiner Gnade üben, wenn sie von einem christusähnlichen Leben
bekräftigt werden, eine unwiderstehliche Macht zur Errettung von
Seelen aus.
Es dient zu unserem eigenen Vorteil, wenn wir alles, was wir
Gott verdanken, in unserem Gedächtnis lebendig erhalten. Dadurch
wird unser Glaube gestärkt, von Gott immer mehr zu erbitten und zu