Seite 145 - Auf den Spuren des gro

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Hilfe für Arbeitslose und Obdachlose
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Der Lebensplan, den Gott Israel gab, war als eine Zielvorgabe
für die ganze Menschheit vorgesehen. Wenn diese Prinzipien auch
heute angewandt würden, wie ganz anders sähe es dann auf dieser
Welt aus!
Innerhalb der weiten Grenzen der Natur gibt es durchaus noch
genügend Raum, den Leidenden und Bedürftigen eine Wohnung zu
geben. Die Natur hält außerdem genügend Nahrungsmittel bereit,
um alle zu sättigen. Und der Bergbau fördert Segnungen für alle
zutage, die mutig, willensstark und ausdauernd genug sind, diese
Bodenschätze heraufzubringen.
Die Landwirtschaft, die Beschäftigung, zu der Gott die Men-
schen in Eden bestimmt hat, eröffnet ein Arbeitsfeld, das vielen
Gelegenheit gibt, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
„Hoffe auf den Herrn und tu Gutes, bleibe im Lande und nähre
dich redlich.“
Psalm 37,3
.
Tausende, ja Zehntausende könnten in der Landwirtschaft tätig
sein, die jetzt auf engstem Raum in den Städten hausen und auf Ge-
legenheitsjobs warten. In vielen Fällen wird dieser geringe Verdienst
zudem nicht für Brot ausgegeben, sondern landet in der Kasse des
Spirituosenladens. So werden Seele und Körper ruiniert.
Viele sehen Arbeit als eine Plackerei an und versuchen deshalb,
ihren Lebensunterhalt lieber mit krummen Geschäften als mit ehr-
licher Anstrengung zu verdienen. Dieser Wunsch, zu leben, ohne
zu arbeiten, öffnet das Tor zu Elend, Laster und Verbrechen fast
grenzenlos weit.
Die Armenviertel der Großstädte
In unseren Großstädten leben viele Menschen, die weniger Für-
sorge und Rücksichtnahme erfahren als unsere vierbeinigen Haus-
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genossen. Denken wir an die Familien, die in elenden Behausungen
— vielfach in dunklen Kellern, die von Feuchtigkeit triefen und von
Schmutz starren — zusammengepfercht leben müssen. An solch
elenden Plätzen werden Kinder geboren, wachsen auf und sterben.
Von den Naturschönheiten, die Gott geschaffen hat, um die Sinne
zu erfreuen und die Seele zu erheben, nehmen sie kaum etwas wahr.
Unzureichend bekleidet und halb verhungert, leben sie inmitten von