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Auf den Spuren des großen Arztes
die Einfachheit, die Reinheit und die Angemessenheit, die unsere
Kleidung vor ihm angenehm machen.
Mit dem schönsten Gewand, so betont Jesus, sollen wir jedoch
die Seele bekleiden. Kein äußerlicher Schmuck kann sich an Wert
oder Schönheit mit jenem „sanften und stillen Geist“ vergleichen,
der in seinen Augen „köstlich“ ist.
1.Petrus 3,4
.
Wie wertvoll sind seine Worte der Verheißung für jene, die ihr
Leben auf die Grundsätze des Heilands bauen: „Und warum sorgt
ihr euch um die Kleidung? ... Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld
so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen
wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun ...? Darum sollt ihr
nicht sorgen und sagen: ... Womit werden wir uns kleiden? ... Denn
euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all dessen bedürft. Trachtet
zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird
euch das alles zufallen.“
Matthäus 6,28-33
. „Wer festen Herzens ist,
dem bewahrst du Frieden; denn er verläßt sich auf dich.“
Jesaja 26,3
.
Die Herrschaft der Mode
In welchem Gegensatz zu den biblischen Grundsätzen stehen
viele Bekleidungsformen, die die Mode vorschreibt! Überdenkt ein-
mal die Stilrichtungen und Trends der vergangenen Jahrhunderte
oder auch nur der letzten Jahrzehnte. Wie viele von ihnen hätte man
als anstößig bezeichnet, wenn sie nicht in Mode gewesen wären; wie
viele wären von einer kultivierten, gottesfürchtigen und sich selbst
achtenden Frau als unangemessen abgelehnt worden.
Seine Bekleidung immer dem Diktat der Mode zu unterwerfen,
entspricht nicht Gottes Willen. Sich stetig wandelnde Stilrichtun-
gen und aufwendige, kostspielige Accessoires verbrauchen Zeit und
Geld der Wohlhabenden und verschwenden die Kräfte des Geistes
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und der Seele. Die mittleren und ärmeren Schichten können die-
sen Ansprüchen kaum gerecht werden. Viele, die gerade so ihren
Lebensunterhalt verdienen können, nähen sich ihre schlichte Klei-
dung selbst. Um jedoch im Trend zu sein, sind sie gezwungen, in
teuren Läden einzukaufen. Wegen eines eleganten Kleides haben
manche Mädchen auf warme Unterwäsche verzichtet und das mit
ihrer Gesundheit bezahlt. Andere wiederum, die die Angeberei der
Wohlhabenden nachmachen wollten, sind dadurch zu Unehrlich-