Seite 409 - Auf den Spuren des gro

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Eine höhere Erfahrung
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auf unsichere menschliche Wesen verlassen, die ebenso von Gott
abhängig sind wie wir selbst?
Vielleicht verspürt ihr die Fehlerhaftigkeit eures Charakters und
stellt fest, daß eure Fähigkeiten für die euch übertragene Aufgabe
nicht reichen. Aber selbst wenn ihr die größte Verstandeskraft hättet,
die Menschen jemals gegeben wurde, wäre es für eure Arbeit nicht
ausreichend. „Ohne mich könnt ihr nichts tun“, sagt unser Herr und
Heiland.
Johannes 15,5
. Das Ergebnis von allem, was wir tun, ruht
in den Händen Gottes. Was auch geschehen mag, haltet euch in
beständigem, fortwährendem Vertrauen an ihn.
Beginnt alle Zusammenkünfte — bei eurer Arbeit, in der Freizeit
und auch in der Ehe — mit ernsthaftem, demütigem Gebet. Ihr zeigt
damit, daß ihr Gott ehrt, und Gott wird dann auch euch ehren. Betet,
wenn ihr verzagt seid. Wenn ihr niedergeschlagen seid, dann ver-
schließt die Lippen fest gegenüber Menschen; belastet nicht andere
mit euren Sorgen. Aber erzählt alles Jesus. Bittet ihn um Hilfe. Hal-
tet euch in eurer Schwachheit an die unendliche Stärke. Bittet um
Demut, Weisheit, Mut und Wachstum im Glauben, damit ihr Licht
in Gottes Licht sehen und euch in seiner Liebe freuen könnt.
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Weihe und Vertrauen
Wenn wir demütig und zerknirscht sind, stehen wir dort, wo
Gott sich uns offenbaren kann und will. Es ist ihm wohlgefällig,
wenn wir frühere Gnadengaben und Segnungen als Begründung
dafür anführen, daß er uns nun größere Segnungen schenken möge.
Er wird die Erwartungen jener, die ihm völlig vertrauen, über alle
Erwartungen erfüllen. Der Herr Jesus weiß genau, was seine Kinder
brauchen und wieviel göttliche Kraft wir zum Segen der Menschheit
verwenden werden. Er schenkt uns alles, was wir zum Segen anderer
und zur Veredelung unserer eigenen Seele nutzen.
Wir müssen weniger dem vertrauen, was wir selbst leisten kön-
nen, und statt dessen mehr dem vertrauen, was der Herr für uns und
durch uns tun kann. Ihr seid nicht mit eurem eigenen Werk beschäf-
tigt; ihr tut das Werk Gottes. Übergebt euren Willen und euren Weg
ihm. Pflegt nicht einen Vorbehalt, geht nicht einen Kompromiß mit
eurem Ich ein. Erkennt, was es heißt, in Christus frei zu sein.