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Auf den Spuren des großen Arztes
Tag für Tag, Monat für Monat und Jahr um Jahr breitet sich dieses
Übel aus. Väter, Ehemänner und Brüder, die Stütze, Hoffnung und
der Stolz der Nation, kaufen unentwegt Alkoholika, um schließlich
als Wracks und Ruinierte zu enden.
Schlimmer noch, der Fluch trifft selbst das Herz eines jeden
Heims. Denn zunehmend werden auch Frauen alkoholabhängig. In
vielen Haushalten sind kleine Kinder, sogar solche in der Hilflosig-
keit des Kleinstkindalters, täglich durch die Vernachlässigung, den
Mißbrauch und die Verantwortungslosigkeit betrunkener Mütter in
Gefahr. Söhne und Töchter wachsen im Schatten dieses fürchterli-
chen Übels auf. Welche Aussichten gibt es für ihre Zukunft außer
der, daß sie vielleicht noch tiefer sinken werden als ihre Eltern?
Von sogenannten christlichen Ländern wird der Fluch in Gebiete
der nichtchristlichen Völker getragen. Die armen, ahnungslosen Na-
turvölker werden so vom Alkohol abhängig gemacht. Sogar unter
den Heiden nehmen Menschen von Verstand dies wahr und pro-
testieren dagegen als ein tödliches Gift; aber vergeblich haben sie
versucht, ihre Länder vor deren verheerenden Wirkungen zu schüt-
zen.
Von zivilisierten Völkern werden den heidnischen Nationen
Tabak, Alkohol und Opium aufgezwungen. Die unbeherrschten Lei-
denschaften der Naturvölker, die vom Alkohol entfesselt werden,
ziehen sie in eine zuvor nie gekannte Erniedrigung hinab, und es
wird fast unmöglich, Missionare in diese Länder zu senden.
Durch ihren Kontakt mit Menschen, die ihnen ein Wissen von
Gott hätten vermitteln sollen, werden die Heiden in Laster eingeführt,
die zur Vernichtung ganzer Völker und Rassen führen. Und an den
noch unerforschten Orten der Erde werden die Menschen zivilisierter
Nationen deshalb gehaßt.
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Die Verantwortung der Kirche
Die Alkohol-Lobby stellt eine Weltmacht dar. Ihr zur Seite ste-
hen die Macht des Geldes, der Gewohnheit und das wachsende
Verlangen nach dem Rauschmittel. Ihre Macht wirkt sogar bis in
die Kirchen hinein. Männer, die ihr Geld direkt oder indirekt mit
Alkoholhandel verdienen, sind Mitglieder von Kirchen, und zwar oft
„einflußreich und wohlangesehen“. Viele von ihnen spenden großzü-